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STATEMENT: Was sich bei den Mad Bulldogs ändert

  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt Entscheidungen, die schreibt man nicht gerne auf. Und es gibt Entscheidungen, bei denen man merkt, wie richtig sie sind, sobald man sie ausgesprochen hat. Unsere gehört zu beiden Sorten. Fangen wir mit dem Teil an, den man nicht schönreden kann: Wir sind sportlich abgestiegen. Die Amberg Mad Bulldogs spielen in der Saison 2027 in der Bayernliga, und daran gibt es nichts zu deuteln.

Die zweite Entscheidung haben wir dagegen selbst getroffen. Sollte sich am grünen Tisch noch einmal eine Chance auf die Regionalliga ergeben — so wie schon vor der Saison 2025 — werden wir sie nicht annehmen. Wir wollen erklären, warum.



Was in dieser Saison passiert ist

American Football soll Spaß machen. Den Spielern, den Coaches, den Fans, den Leuten am Grill und an der Kasse. In den letzten Monaten hat dieser Spaß gefehlt. Wer bei uns auf der Tribüne stand, hat das gespürt. Wir haben es hinter den Kulissen noch deutlicher gespürt.

Wir haben in den vergangenen zwei Jahren versucht, mit aller Kraft ein Team zusammenzustellen, das in der Regionalliga bestehen kann. Spieler geholt, wo es ging. Aufwand betrieben, der für einen Team unserer Größe eigentlich zu groß war. Das war keine böse Absicht, sondern der Versuch, sportlich mit allen Mitteln mitzuhalten.

Dieses Modell ist gescheitert. Nicht am Einsatz derer, die geblieben sind. Sondern daran, dass es nicht zu uns passt.

Ein Team wie unseres lebt von Verbindlichkeit. Davon, dass alle da sind, auch wenn es regnet, auch wenn die Fahrt weit ist, auch wenn es sportlich gerade nicht läuft. Wer Spieler von außen holt, holt sich Leistung ein — aber nicht automatisch diese Verbindlichkeit. Bei den letzten beiden Auswärtsspielen hat uns unter anderem das an die Grenze gebracht.

Dass wir dort überhaupt angetreten sind, verdanken wir Menschen, die eigentlich nichts mehr beweisen mussten: Bulldogs der ersten Stunde, die ohne lange Diskussion wieder den Helm aufgesetzt haben. Und den Spielern, die die komplette Saison über da waren, egal wie es stand. Das vergessen wir nicht — und das ist der Grund, warum wir überhaupt noch über eine Zukunft reden können.


Warum wir die Regionalliga erstmal nicht mehr wollen

Man kann aus so einer Saison zwei Schlüsse ziehen. Der eine: beim nächsten Mal härter nachlegen, noch mehr holen, noch mehr investieren. Der andere: sich fragen, ob man das überhaupt sein will.

Wir haben uns für den zweiten entschieden.

Die Regionalliga wäre für uns nur zu halten, wenn wir das Modell weiterfahren, das uns in diese Lage gebracht hat. Mehr Aufwand, mehr Abhängigkeit von Einzelnen, mehr Risiko — und am Ende ein Team, das bei jedem Ausfall wackelt. Das ist kein Fundament. Das ist ein Kartenhaus mit Flutlicht.

Die Bayernliga ist für uns kein Trostpreis, sondern die Liga, in der wir das bauen können, was wir eigentlich immer sein wollten: ein Footballteam aus Amberg, getragen von Leuten aus der Region.



Was sich ändert

  • Wir werben keine Söldner mehr ab. Wir wollen Spieler, die Lust auf Football aus Amberg haben — nicht auf den nächstbesten Verein. Das dauert länger und tut sportlich kurzfristig weh. Aber es hält.

  • Der sportliche Erfolg bleibt wichtig — er ist nur nicht mehr das Wichtigste. Wir wollen gewinnen, keine Frage. Vor allem aber wollen wir, dass die Leute gerne kommen. Dass aus Mitspielern Freunde werden. Dass jemand nach seiner ersten Saison bleibt, weil er sich hier wohlfühlt, und nicht geht, weil woanders mehr geboten wird.

  • Wir bauen auf unsere Wurzeln. Unser Coachingstaff wird zu einem großen Teil aus DAWGS-Veteranen bestehen. Menschen, die diesen Verein seit zehn Jahren begleiten, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn es gut läuft — und wie es sich anfühlt, wenn es das nicht tut. Genau diese Erfahrung brauchen wir jetzt.

  • Der Gameday soll wieder ein Gameday sein. Ein motiviertes Team, engagierte Coaches, das Feeling, das viele von euch aus den letzten Jahren kennen. Essen, Getränke, Action für die Kinder. Und ein fertig saniertes Stadion ohne Baustelle.


Was bleibt

Die DAWGS. Die Farben. Die Leute, die seit Jahren dabei sind. Und die Überzeugung, dass Football in Amberg funktioniert, wenn man ihn richtig aufzieht.

Wir wissen, dass wir uns das nicht durch einen Text verdienen, sondern durch das, was in den nächsten Monaten passiert. Deshalb halten wir es kurz mit den Versprechen und melden uns stattdessen regelmäßig mit dem, was wir tatsächlich tun: Coaches, die wir vorstellen. Ein Stadion, das fertig wird. Ein Kader, der wächst.


Du willst dabei sein?

Wir brauchen Spieler. Wir brauchen Leute im Staff. Und wir brauchen Menschen in der Orga, die anpacken, ohne je einen Helm aufzusetzen.

Du musst dafür noch nie Football gespielt haben. Ausrüstung stellen wir, alles andere lernst du bei uns.





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